Ist eine Folge des Podcasts "Arming the Donkeys", in dem der Verhaltensforscher Dan Ariely mit immer einem anderen Wissenschaftler über dessen aktuelles Projekt spricht. In diesem Fall geht's um den "Ikea-Effekt": Sobald wir in etwas Mühe stecken, sobald wir an der Herstellung eines Möbelstücks oder auch einer Idee selbst beteiligt ist, wächst sie uns ans Herz. Oh, do I know what he's talking about. Und die beiden Wissenschaftler plaudern sich über Ikea und die Kindererziehung bis zur Frage, wie man Menschen von einem Konzept überzeugt. Spannend.
Nett war's. Arduinos waren unser Thema, und das Ziel war, auch bisherigen Nicht-Arduinauten erste Programmier- und Bastelschritte zu erlauben. Und vor Augen zu führen, was mit den Einfachst-Controllern so alles geht: Der Byteborg hat ein paar wirklich motivierende Basteleien mitgebracht; hier auf den Fotos gut zu sehen der Midi-Taktgeber auf dem Steckbrett (mit dem wir den simulierten Analogsynthesizer auf einem iPad gesteuert haben); außerdem im Bild: der Arduino-gesteuerte Zeitauslöser, der alle 30 Sekunden ein Bild gemacht hat und aus dem einmal ein timelapseFFM-artiger Zeitraffer-Film entstehen soll.
Das "Dangershield" hat sich als wirklich gute Wahl für erste Experimente herausgestellt, auch wenn wir kleine Pannen beim Löten des letzten unserer drei Shields nicht verschweigen wollen - lag sicher auch daran, dass Löten im Museum für Kommunikation der Feuermelder wegen nur auf der Terrasse möglich ist. Jedenfalls: mit Schiebereglern, Tastern, Sensoren und einem 7-Segment-Display kann man auf den Geschmack kommen - und ein paar junge Bastler sind heute nachmittag mit Riesenschritten in die digitale Welt marschiert.
Jedenfalls war's prima im Museum für Kommunikation, wir bedanken uns bei Tine Nowak, der Kuratorin der DIY-Ausstellung, für die Gastfreundschaft und freuen uns auf den zweiten Termin mit makefurt am 5. Februar 2012.
Wir bereiten da mal ein bisschen was vor. Wenn wir uns selbst zitieren dürfen:
Ein Steuercomputer, der so simpel ist, dass praktisch jeder ihn programmieren kann: Wir von Makefurt lieben den Arduino. Und wir möchten diese Liebe teilen! In unserem Workshop gehen wir gemeinsam die ersten Schritte mit dem Arduino - und nebenher zeigen wir, was in der kleinen Maschine so steckt: mit einem großen Projekt, einem Bausatz für den eigenen Geigerzähler...
Wer erste eigene Schritte mit einem Arduino-Bastelcomputer wagen möchte: Bitte Laptop mitbringen!
Allmählich treffen die Teile ein. Der Byteborg hat seinen Geigerduino in der Mache, tatsächlich einen Eigenbau-Geigerzähler auf Arduino-Basis mit einer Zählerröhre aus russischer Quelle; unser Schauprojekt, um zu zeigen, was mit den kleinen, einfachen Arduinos so möglich ist. (Allerdings ist noch nicht ganz klar, ob wir die Maschine wirklich vor Ort zuende bauen können.) Bei mir sind ein paar Arduinos eingetroffen, die leider nicht ganz so bunt sind, wie der Katalog es versprochen hat; dafür werden sie von drei so genannten "Danger Shields" begleitet, das sind Experimentierboards, mit denen man nach Herzenslust herumspielen kann. Juergen restauriert derzeit ein Stück 8-Bit-Robotergeschichte. Und unseren Applausometer gibt's ja auch noch!
Erklärtes Ziel ist: Wer sich bislang nicht getraut hat, mal mit einem Arduino herumzuspielen, kann's hier gefahrlos ausprobieren. Für Ansteckungseffekte übernehmen wir keine Verantwortung.
(Noch eins: Dieses Display hätte sicher auch für schöne Projekte getaugt - leider scheint es einen Knacks zu haben; mehr als das hier gibt es nicht aus...)
...dank der großartigen Gastfreundschaft vom Hackerspace Frankfurt e.V. wieder selbdort. Auf der Agenda u.a. Abschluss des Projekts "Applausometer" - so oder so.
Dies mal vorneweg: Der neue Raum der Hackerspace FFM e.V in Rödelheim ist prima - wir haben uns dort als Gäste verdammt wohl gefühlt und auch gleich unseren vom großartigen Harry gespendeten Oszillographen da gelassen - home is where your scope is. Unser Hauptprojekt im Moment, der Applausometer, hat die Gestalt gewechselt und hat eine neue Audoschaltung bekommen - davon aber demnächst mehr.
Es gibt einen Termin: Öffentlich löten - ohne Ameisen! Zu Gast in den neuen Räumen des Hackerspace FFM e.V. treffen wir uns, um gemeinsam Projekte auszuhecken und anzugehen. Und natürlich bauen wir endlich den Applausometer fertig... ;)
Objekte drucken! Fast beliebige Formen! Das Prinzip klingt so schön simpel: Eine Mechanik, die eine Art Heißklebepistole in drei Achsen beweglich macht, die entsprechenden Schrittmotoren, die die Düse auf einen Fünftelmillimeter genau positionieren, ein Tisch darunter, auf dem das zu druckende Objekt Schicht für Schicht aufgebaut wird; ausgereifte Open-Source-Hard- und Software - sollte ein Kinderspiel sein, oder? Ist es nicht - selbst die versierten Hacktivisten aus dem Umfeld des "Hackerspace FFM e.V." haben damit zu kämpfen: Der Teufel steckt im Detail.
Ehe ich auf diese Details zu sprechen komme, erst ein Wort zum Hackerspace Frankfurt. (und wie uns hier bei MAKEFURT!) geht es den Machern darum, Maker zueinander zu bringen, spannende Projekte anzugehen - und die Räume dafür zu haben. Dabei sind sie inzwischen ziemlich weit gedrungen - demnächst wollen sie dauerhaft bei FritzDEV unterschlüpfen. Damit ist schon der zweite Hackerspace in Frankfurt an den Start gegangen - nach dem Hackerspace des Frankfurters Arms des Chaos-Computer Clubs, der dem Hackquarter des CCC angegliedert ist. Und übern Rhein wie auch über den Main gibt's weitere. Gute Zeiten also für Hacktivisten im Rhein-Main-Gebiet!
Ihre beiden 3D-Drucker vom Typ RepRap Mendel sind noch an diversen Wochenendschichten in diversen Saalbauten entstanden - und sind inzwischen soweit, dass sie arbeiten: Auf Einladung von Marcus vom Hackerspace-Verein durfte ich (untergeek) mir die Kalibrierung der Traummaschinen ansehen.
Das ist gar nicht so trivial, wie es klingt: Damit die Kunststoff-Düse tragfähige Schichten aufeinander türmt, darf sie nie zu weit weg sein vom Tisch - und auch nicht zu nahe: Ist der Abstand zu groß, haften die Schichten nicht aufeinander - ist der Abstand zu gering, walzt die Düse die Kunststoffschicht zu dünn aus oder riskiert gar einen "Headcrash". Es geht um Zehntelmillimeter, und deshalb ist man durchaus eine Weile mit Schrauben beschäftigt - aber die Hacktivisten haben das geschafft und gehen nun in die Optimierungsphase ihres Projekts.
Wer dabei sein möchte: Am 13. August geht die Dressur der empfindlichen Traummaschinchen weiter - und Gäste sind willkommen! Alles Wissenswerte auch zu den bisherigen Arbeitsschritten im Wiki des Hackerspace FFM unterm Stichwort "3D-Drucker".